Natalie Geisenberger hat mit ihrer ungewöhnlichen Art der Motivation den deutschen Rodler Felix Loch zum Schmunzeln gebracht. „Ich gebe mein Bestes“, so Loch, der sich auf das bevorstehende olympische Event in Cortina d’Ampezzo vorbereitet und dabei auf eine amüsante Geste hofft: Wenn er die Goldmedaille gewinnt, plant Geisenberger, ihm im Zielbereich einen Kuss auf die Füße zu geben – eine Geste, die Loch 2022 in Peking für Geisenberger vollzogen hatte.
Geisenberger, die mit sechs Goldmedaillen zu den erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen in Winter-Olympiaden zählt, kommentierte lachend: „Ich würde mich revanchieren, wenn es so weit sein sollte.“ Nach ihrem Karriereende bei den Winterspielen ist die 38-Jährige nun als Eurosport-Expertin tätig. Sie betont, sie wolle keinen Druck aufbauen, aber: „Wenn nicht schon genug Motivation da war, dann doch jetzt.“
Vor vier Jahren hatte Geisenberger ein ähnliches Versprechen von Loch erhalten und anschließend beim Wettbewerb in Peking den Olympiasieg errungen. Die beiden Rodler kennen sich bereits seit ihrer Kindheit und gewannen 2014 in Sotschi gemeinsam Gold in der Teamstaffel.
Felix Loch, der nach seinen Erfolgen bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi nun seinen dritten Olympiasieg im Einsitzer anstrebt, wird am Samstag um 17:00 Uhr (Ortszeit) im neu errichteten Cortina Sliding Centre in den ersten beiden Läufen antreten. Die Entscheidung über die Medaillen findet dann am Sonntagabend statt.
