Deutschland hat im aktuellen Medaillenspiegel der Olympischen Spiele einen Rückschlag erlitten und fällt auf den siebten Rang zurück. An der Spitze steht Norwegen mit beeindruckenden zwölf Goldmedaillen, gefolgt von Italien mit acht und den USA, die mit fünf Goldmedaillen auf Platz drei liegen.
Unter den deutschen Athletinnen hat Laura Nolte im Monobob, einer neuen Disziplin, eine vielversprechende Halbzeitbilanz erzielt und könnte am Montag Olympiagold gewinnen. Die 27-jährige Pilotin hat sich intensiv auf diese Herausforderung vorbereitet, mit einem Fokus auf Athletik und Krafttraining. Ihre Fitnessroutine umfasst beeindruckende Leistungen wie das Drücken von 130 Kilogramm bei einbeinigen Kniebeugen. Der Monobob-Wettbewerb, der 2022 in das olympische Programm aufgenommen wurde, stieß initial auf Kritik, da viele Athletinnen lieber den Viererbob für Frauen gesehen hätten. Doch trotz dieser Bedenken hat sich der Monobob etabliert.
Nolte, die ohne Unterstützung durch eine Anschieberin am Start steht, hat sich auf die neuen Herausforderungen und die schnelle Bahn in Cortina eingestellt. Sie führte nach den ersten beiden Läufen und liegt 0,22 Sekunden vor der US-Pilotin Elana Meyers Taylor. Trotz ihrer Enttäuschung über den vierten Platz bei ihrer Olympia-Premiere 2022 in Peking, wo sie sich nach ihrem starken Abschneiden im Zweierbob Gold sicherte, zeigt Nolte nun, wie sehr sie aus dieser Erfahrung lernen konnte.
Ihr Training ist geprägt von intensiven Krafteinheiten zur Verbesserung ihrer Startzeiten. Das Ziel ist klar: die Monobob-Disziplin auf Spitzenniveau zu meistern, was sie mit bemerkenswerten Fortschritten auch gelingt. Neben dem sportlichen Ehrgeiz äußert sie auch Gedanken zur Zukunft des Frauen-Bobsports, insbesondere zum Fehlen der Viererbob-Disziplin. Trotz der Regel, die Frauen in gemischten Teams erlaubt, sieht Nolte keinen Sinn in der Durchführung von Rennen gegen Männer, da physische und gewichtliche Unterschiede ein faires Wettkämpfen erschweren.
Zudem hat Nolte die Entwicklung des Monobobs als Chance erkannt, neue Athleten aus verschiedenen Ländern in diesen Sport zu bringen. Das zeigt, dass auch kleinere Nationen engagiert sind und im Monobob eine reelle Chance haben. Ihre Wünsche für die Zukunft des Frauen-Bobsports beziehen sich auch auf die Hoffnung, dass eines Tages eine eigene Frauenkategorie für den Viererbob geschaffen wird.
Laura Nolte bleibt optimistisch, dass die Diskussionen um den Viererbob und die Einführung neuer Wettbewerbskategorien wie Mixed-Wettbewerben positive Impulse in diese Sportart geben könnten, was wiederum zu einer breiteren Akzeptanz und stärkerer Teilnahme führen würde.
